BonbonbBall 2012 – Die kalorienhaltige Seite der Ballsaison

Bei der Frage, ob der ZuckerBäckerball oder der BonbonBall kalorienreicher ist fällt die Antwort
schwer. Sicher ist nur, dass beide sicherlich einige Gramm mehr auf die Hüfte bringen. Eines fiel nämlich bei letzterem zuallererst auf: so ziemlich alle einheimischen Süßigkeitenfabrikanten waren hier mit bekannten und neuen Produkten vertreten und preisten diese mit entsprechend kostümierten ProbenverteilerInnen an. So fanden sich der Prinz von der Prinzenrolle hier genauso wie eine Schokobananen verteilende Salsatänzerin, ein barocker Mozart (...kugeln), Sissi (...taler) und viele mehr.


Reichten diese Kalorienbomben nicht, gab es noch die Möglichkeit ein Los für die Tombola zu erwerben. Hier konnte man von kleinen Parlinenboxen bis zu ganzen Sortiments alles gewinnen. Da sich dies alles bereits im Foyer abspielte, war es hier gerade zu Beginn des Balles dicht gedrängt.
Auf dem Weg zum Goldenen Saal, in dem die Eröffnung stattfinden sollte, stolperten wir etwas über die Produktpalette eines Dessous-Verkäufers. Was hat das mit Süßigkeiten oder dem Ball zu tun? Das Rätsel konnten wir bis zum Schluss nicht eingängig klären.


Der Großteil des Ballgeschehens fand rund um den Goldenen Saal statt. In den Räumlichkeiten links und rechts neben diesem fanden sich ein Casali-Latino-Saal mit ensprechender Musik, Bar und Deko (Palmen!), während es auf der anderen Seite mit klassischer Tanzmusik (Walzer & Co) eher ruhig zuging. Die Räumlichkeiten des Konzerthauses boten außerdem dank ihres Pausenbuffets ideale Möglichkeiten, um sich zwischen Rumkugel und Mannerschnitte an etwas nicht Zuckerhältigem zu laben (Lachsbrötchen, Würstel, ...).


Die Eröffnung des Balles moderierte Dominic Heinzl, der mit seiner direkten Art die Stimmung auflockerte und gekonnt durch den Abend führte. Nach dem Einzug der süßen Parade – soll heißen Sissi(taler), Mozart(kugel), Prinz(enrolle),... – zogen die ersten Ehrengäste ein.

Der zweite Part der Ehrengäste, unter denen auch die "Miss Bonbons" der vergangenen Jahre waren,  musste sich noch gedulden bis das Eröffnungskomitee eingezogen war. Offensichtlich gab es ein paar kleinere Uneinigkeiten in der Umsetzung des Programmablaufes. Für die Eröffnung zeichnete sich die Tanzschule Dick Roy verantwortlich, die mit der Feuerfestpolka eine nette, aber einfache Choreografie aufs Parkett zauberte. Traumhaft auch die Balletteinlage des Ballettes der Stadt St. Pölten mit Solisten des Wiener Staatsopernballetts. Seitenhiebe auf den Opernball des Vortages gab es viele, vor allem von Herrn Heinzl, der auch immer wieder etwas gegen den Opernball-Moderator Alfons Haider stichelte.



Wie auch beim ZuckerBäckerball – man möge den Vergleich verzeihen – gab es im Laufe des Ballabends zahlreiche Preise zu gewinnen. Riesige bunte Ballons, die an der Decke hingen enthielten Tombolalose, um welche das Publikum beim stündlichen Ballonregen regelrecht kämpfte.

Das unumstrittene Highlight des Abends war aber die Wahl der "Miss Bonbon" um Mitternacht, bei der sich die Top 10 vieler Kandidatinnen vor einer Jury aus zahlreichen Medienvertretern präsentieren mussten. Die dann frisch gewählte "Miss Bonbon" wurde mit Manner Schnitten aufgewogen, was mehr für die Medienvertreter ein Spektakel war als für das Publikum, dem offensichtlich die eine Stunde schlicht zu lang war. War der Saal noch zu Beginn dicht gedrängt, so war ein Drittel am Ende der Wahl in die anderen Säle oder in die Disco verschwunden.



Der BonbonBall ist eine süße Verführung und bietet abgesehen von den riesigen Mengen an kalorienhaltigen Naschereien eine große Fülle an Programm, Abwechslung und Kulinarik. Tänzer kommen hier genauso auf ihre Kosten wie Besucher, die einfach nur einen unterhaltsamen Abend suchen. Da alle drei Säle nebeneinander liegen und es viele Durchgänge dazwischen gibt sind alle Wegstrecken angenehm kurz.

Gäste, die lieber während der Eröffnung und der Miss Wahl sitzen wollen können dies im Rang machen. Diese Sitzreihen sind im Gegensatz zu denen am Parkett nicht entfernt worden und bieten einen guten Blick auf das Spektakel.

Mein Tipp für nächstes Jahr: eine Woche vor dem Ball nichts mehr Naschen. Der Gusto auf Süßigkeiten ist nach dem Ball für die nächsten zwei Wochen auf jeden Fall gestillt.

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Tags: Ball, Bonbon, Bonbonball, Konzerthaus, Manner, Miss

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