Die Rudolfina Redoute ist eines der letzten Highlights vor dem Ende der klassischen Ballsaison am Faschingsdienstag. Die herausstechendsten Merkmale des Ballabends sind natürlich die Maskenpflicht für alle Damen und das junge Publikum, das den Ball sehr belebt.

Kurz vor Beginn des Balles sammelten sich traditionell die Damen mit Masken sowie die Herren in Coleur für den traditionellen Einzug. Letztere ziehen als erste ein, ein Spalier bildend, gefolgt von den Damen mit Ihren vielfältigen und bunten Masken. Von klassischen venezianischen Masken bis hin zu feinmaschigen Masken aus Draht war alles zu sehen. Die Redoute verwandelt die Hofburg bis Mitternacht in ein Meer aus Schmetterlingen, Harlekinen und mehr.

Die Eröffnung lag in den kompetenten Händen von Simone Rueff, die wie gewohnt eine kreative Eröffnung präsentierte. Passend zum Fasching hatten die Damen des Eröffnungskomitees Lampions in den Farben der KÖStv Rudolfina in den Händen. Lichttechnisch gab es hier jedoch offensichtlich kleinere Probleme, da die Beleuchtung heruntergedreht wurde um die leuchtenden Lampions hervorzuheben. Dies konnte man aber selbst aus nächster Nähe nicht sehen. Eröffnet wurde übrigens zur Musik von Lehar’s “Land des Lächelns”.

Passend zum Thema auch die beiden Sänger Anita Götz und Eugene Amesmann, die Lieder aus der Operette zum Besten gaben. Bei Lehar blieb auch das Ballett der Vereinigung Wiener Staatsopernballett, welches mit “Gold und Silber” einfach nur verzaubern konnte.
Die Damenwahl, eine der “Grundfesten” des Balles, wurde leider nach meiner Beobachtung sehr wenig genutzt, ist aber gerade auf diesem Ball unerläßlich. Die Rudolfina Redoute ist nämlich sicherlich der Ballabend mit den meisten “einsamen” Damen, da die männlichen Begleitungen oft zum Plaudern zusammensitzen. Dementsprechend sieht man auch wieder kleinere und größere Gruppen von Damen durch die Gänge ziehen.

Möglichkeiten zur Unterhaltung bietet der Ball genug, unter anderem durch Saxophon-Solisten TomX im Zeremoniensaal. Auch der Scherenschnitt-Künstler war wieder vertreten und verewigte diesen Abend für zahlreiche Gäste auf Papier.

Die Rudolfina Redoute 2012 war nicht frei von kleineren Hoppalas, zumindest zu Beginn. Später lief alles gewohnt reibungslos und bot einen netten studentischen Ballabend. Einen überfüllten Eindruck machte der Ball nicht, doch bei der Mitternachtseinlage konnte man, war man einmal im Festsaal, nicht mehr heraus. Die Demaskierungsquadrille ist ein absoluter Höhepunkt des Abends und wurde von Frau Rueff wieder hervorragend gemeistert. Alle, die es noch nicht getan haben, sollten den Rosenmontag nächstes Jahr auf jeden Fall im Kalender schon einmal markieren. Wer einmal auf der Redoute war, kommt immer wieder...
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